5 Dinge, für die ihr euer Hochzeitsbudget NICHT verschwenden solltet

Geposted von Mona Csikos am

Eine Hochzeit kann teuer werden – sehr teuer sogar. Location, Catering, Hochzeitsfotograf, Brautkleid, Musik, Floristik, Dekoration und unzählige kleine Extras summieren sich schneller, als viele Brautpaare zu Beginn der Hochzeitsplanung erwarten.

Aktuelle Kostenübersichten zeigen, dass Location und Catering häufig rund 40 bis 50 Prozent des gesamten Hochzeitsbudgets ausmachen. Gleichzeitig steigt ein großer Teil der Kosten mit jedem zusätzlichen Gast.

Umso wichtiger ist es, euer Budget nicht einfach gleichmäßig auf alles zu verteilen.

Denn bei einer Hochzeit gilt nicht:

Teurer = schöner.

Viel wichtiger ist die Frage:

Welche Ausgaben machen unseren Hochzeitstag tatsächlich besser – und welche Dinge kaufen oder buchen wir nur, weil wir glauben, dass man sie auf einer Hochzeit eben haben muss?

Genau deshalb zeige ich euch sieben Bereiche, in denen Brautpaare meiner Erfahrung nach häufig unnötig viel Geld ausgeben – und wie ihr stattdessen clever sparen könnt, ohne dass eure Hochzeit dadurch weniger besonders wird.


1. Die komplette Hochzeitsdekoration kaufen

Dieser Punkt liegt mir als Dekorateurin natürlich besonders am Herzen.

Bei Pinterest, Instagram und Amazon sieht alles erst einmal verlockend aus:

Kerzenhalter für 8 Euro hier, drei Vasen dort, noch ein Willkommensschild, Tischläufer, Laternen, Traubogen, Lichterketten ...

Das Problem?

Ihr braucht von vielen Dingen nicht eins, sondern 10, 20 oder sogar 100 Stück.

Plötzlich habt ihr mehrere hundert oder tausend Euro für Hochzeitsdekoration ausgegeben – und nach der Hochzeit steht alles in eurem Keller.

Deshalb solltet ihr vor jedem Kauf überlegen:

Was machen wir danach damit?

Gerade bei größeren Dekorationselementen kann Mieten statt Kaufen wesentlich sinnvoller sein.

Typische Produkte dafür sind:

  • Traubögen
  • Kerzenhalter
  • Vasen
  • Windlichter
  • Tischläufer
  • Staffeleien
  • Willkommensschilder
  • Lichterketten
  • Raumtrenner
  • große Dekoelemente

Ihr spart euch nicht nur die Anschaffung, sondern auch die Frage, wo ihr anschließend 70 Vasen und 120 Kerzenhalter unterbringen sollt.

Und wenn ihr zusätzlich einen Dekoservice bucht, müsst ihr euch am Hochzeitstag weder um Aufbau noch Abbau kümmern.

Hier geht es zu meinem Dekoverleih.


2. Hochzeitstrends, nur weil „man das jetzt so macht“

Audio-Gästebuch.

Champagnerwand.

Donut Wall.

Neon-Schild.

Flower Bar.

Fotobox.

Wedding Content Creator.

Candy Bar.

Live-Painter.

Wedding Newspaper.

Es gibt jedes Jahr neue Hochzeitstrends – und viele davon sind wirklich wunderschön. Aber ihr braucht nicht alle.

Social Media vermittelt schnell das Gefühl, dass eine moderne Hochzeit nur vollständig ist, wenn sie möglichst viele dieser Elemente enthält.

Bevor ihr einen Trend bucht, fragt euch deshalb:

Würden wir dafür auch Geld ausgeben, wenn wir es nicht ständig auf Instagram oder Pinterest sehen würden?

Wenn die Antwort Nein lautet, streicht ihn.

Eure Hochzeit muss nicht aussehen wie die Hochzeit eines Influencers.

Sie soll nach euch aussehen.

Sucht euch lieber ein oder zwei Highlights aus, die wirklich zu euch passen.


3. Essen in Mengen, die niemand schaffen kann

Natürlich sollen eure Gäste auf keinen Fall hungrig nach Hause gehen.

Aber zwischen:

Sektempfang mit Snacks → Kaffee & Kuchen → Dinner → Candy Bar → Salty Bar → Hochzeitstorte → Mitternachtssnack

liegen irgendwann einfach zu viele Lebensmittel.

Besonders häufig passiert das, wenn verschiedene Essensangebote unabhängig voneinander geplant werden.

Fragt euren Caterer deshalb nach Erfahrungswerten.

Wie viel Kuchen braucht man wirklich, wenn wenige Stunden später das Dinner beginnt?

Braucht ihr eine riesige Candy Bar, wenn es zusätzlich Hochzeitstorte und Dessert gibt?

Muss der Mitternachtssnack für 100 Personen ausgelegt sein, wenn zu diesem Zeitpunkt nur noch 60 Gäste da sind?

Gerade weil Catering und Getränke zu den größten Kostenblöcken einer Hochzeit gehören, lohnt sich eine realistische Planung besonders.

Wichtig: Hier geht es nicht darum, bei Qualität oder ausreichenden Mengen zu sparen. Niemand soll hungrig bleiben. Es geht darum, unnötige Doppelungen zu vermeiden.


4. Dinge nur für eure Gäste

Dieser Punkt ist wahrscheinlich einer der wichtigsten dieses gesamten Beitrags.

Bei der Hochzeitsplanung hört man irgendwann:

„Das finden die Gäste bestimmt toll.“

Und plötzlich bucht ihr Dinge, die ihr selbst eigentlich überhaupt nicht möchtet.

Natürlich sollt ihr gute Gastgeber sein.

Eure Gäste sollen:

  • satt werden
  • genug zu trinken haben
  • bequem sitzen
  • sich wohlfühlen
  • Spaß haben

Aber ihr müsst nicht jeden Gast individuell bespaßen.

Ihr braucht keine Fotobox, wenn ihr selbst keine möchtet.

Ihr braucht keine Candy Bar, nur weil Tante Hildegard gerne Gummibärchen isst.

Ihr braucht kein Feuerwerk, weil andere Hochzeiten eines hatten.

Und ihr müsst auch keine Tradition durchführen, mit der ihr euch unwohl fühlt.

Die Hochzeit soll euren Gästen gefallen – aber sie findet in erster Linie statt, weil ihr heiratet.


5. Billig kaufen, um Geld zu sparen

Das klingt zunächst widersprüchlich.

Aber einer der größten Fehler beim Sparen ist:

Immer das günstigste Angebot zu wählen.

Ihr findet online beispielsweise 100 LED-Kerzen zu einem vermeintlichen Schnäppchenpreis.

Dann stellt ihr fest:

Die Batterien halten kaum.

Das Licht flackert unnatürlich.

20 Kerzen funktionieren überhaupt nicht.

Und am Ende kauft ihr ein zweites Set.

Aus günstig wird plötzlich teuer.

Dasselbe gilt für Dienstleister.

Ein Fotograf für 300 Euro ist kein Schnäppchen, wenn euch die Bilder später nicht gefallen.

Ein extrem günstiger DJ hilft euch wenig, wenn die Tanzfläche um 22 Uhr leer ist.

Und DIY spart ebenfalls nicht automatisch Geld, sobald Material, Werkzeug, Fehlversuche und eure Arbeitszeit hinzukommen.

Vergleicht deshalb nicht nur Preise, sondern Leistungen.

Fragt euch:

  • Was ist enthalten?
  • Welche Qualität bekomme ich?
  • Gibt es Bewertungen?
  • Wie viel Erfahrung hat der Anbieter?
  • Welche Zusatzkosten kommen hinzu?
  • Muss ich später noch etwas nachkaufen?

Clever sparen bedeutet nicht, möglichst wenig auszugeben.

Es bedeutet, für euer Geld möglichst viel Wert zu bekommen.


Wo solltet ihr bei eurer Hochzeit stattdessen investieren?

Jetzt könnte man natürlich fragen:

Wenn wir bei diesen Dingen sparen – wofür sollen wir unser Hochzeitsbudget dann ausgeben?

Meine Empfehlung:

Investiert in die Dinge, die euren Tag tatsächlich beeinflussen oder euch langfristig wichtig sind.

Das können beispielsweise sein:

Ein guter Fotograf

Dekoration wird abgebaut, die Torte wird gegessen und das Brautkleid landet irgendwann im Schrank.

Die Fotos bleiben.

Gutes Essen und Getränke

Hier geht es nicht darum, möglichst luxuriös zu essen.

Aber eure Gäste verbringen viele Stunden auf eurer Hochzeit. Gute Verpflegung trägt erheblich zur Stimmung bei.

Ein guter DJ oder eine gute Band

Die Musik kann darüber entscheiden, ob eure Tanzfläche um Mitternacht voll oder leer ist.

Ein professioneller Zeremonienmeister

Eine wunderschön geplante Hochzeit bringt euch wenig, wenn ihr am Hochzeitstag selbst permanent organisatorische Fragen beantworten müsst.

DJ sucht eine Steckdose.

Die Torte wird geliefert.

Der Florist hat eine Frage.

Ein Gast findet seinen Platz nicht.

Irgendjemand fragt:

„Kannst du mal kurz …?“

Genau diese Dinge sollten euch am Hochzeitstag möglichst nicht erreichen.

Dinge, die EUCH wichtig sind

Und das ist letztendlich der wichtigste Punkt.

Wenn Blumen eure absolute Priorität sind, investiert in Blumen.

Wenn euch Musik wichtig ist, bucht eure Wunschband.

Wenn ihr Essen liebt, plant ein fantastisches Menü.

Und wenn euch Fotos besonders wichtig sind, investiert in einen großartigen Hochzeitsfotografen.

Es gibt keine universell perfekte Budgetverteilung.

Eure Prioritäten bestimmen, wo euer Geld am besten investiert ist.


Der beste Spartipp für eure Hochzeit: Legt drei Prioritäten fest

Bevor ihr die ersten Dienstleister bucht, setzt euch gemeinsam hin.

Jeder von euch schreibt drei Dinge auf, die ihm für die Hochzeit besonders wichtig sind.

Anschließend vergleicht ihr eure Listen.

Daraus entstehen eure gemeinsamen Top-3-Prioritäten.

Bei diesen drei Punkten dürft ihr großzügiger planen.

Bei allem anderen stellt ihr euch konsequent die Frage:

Brauchen wir das wirklich?

Diese kleine Übung kann euch während der gesamten Hochzeitsplanung unglaublich viele unnötige Ausgaben ersparen.


Spart nicht überall – spart an den richtigen Stellen

Eine Hochzeit muss nicht möglichst günstig sein.

Sie muss zu euch, euren Vorstellungen und euren finanziellen Möglichkeiten passen.

Das Ziel sollte deshalb nicht sein:

„Wie bekommen wir unsere Hochzeit möglichst billig?“

Sondern:

„Wie holen wir aus unserem Hochzeitsbudget das Beste für UNS heraus?“

Verzichtet auf Gastgeschenke, wenn sie euch nicht wichtig sind.

Mietet Dekoration statt alles neu zu kaufen.

Digitalisiert Informationen, für die ihr keine teure Papeterie benötigt.

Ignoriert Hochzeitstrends, die nicht zu euch passen.

Plant Essen realistisch.

Bucht nichts ausschließlich aus Angst davor, was eure Gäste denken könnten.

Und verwechselt billig nicht mit günstig.

So bleibt am Ende mehr Budget für genau die Dinge übrig, an die ihr euch auch Jahre nach eurer Hochzeit noch gerne erinnert.


 

Wenn ihr euch gerade mitten in der Hochzeitsplanung befindet und Angst habt, wichtige Kosten oder kleine Details zu übersehen, findet ihr in meinem Buch „Hochzeitsplanung mit Herz und Kopf“ noch viele weitere Tipps.

Darin begleite ich euch Schritt für Schritt durch die Planung – mit Budgettabellen, Checklisten, Zeitplänen, Vorlagen, Spartipps und vielen Erfahrungen aus der Praxis.

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  • Super Beitrag!

    Andrea Csikos am

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